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Agamemnon

In seiner neuesten Produktion inszeniert Papakostopoulos mit dem multinationalen Ensemble des DGT seine Adaption der Tragödie Agamemnon, des ersten Teils der einzig erhaltenen Tragödientrilogie der Antike, der „Orestie“ des Aischylos. Im mythischen Königreich Argos entsteht aus einer barbarischen Gesellschaft, in der das Recht des Stärkeren und das Gesetz der Blutrache gelten, der demokratische Rechtsstaat.

© Verein Kölner Kulturbildarchiv (VKKBA) / Foto: Wolfgang Weimer

In der Bearbeitung von Papakostopoulos markiert „Agamemnon“, anders als in der Trilogie der „Orestie“, nicht den Beginn einer Suche nach Demokratie und Ordnung, sondern deren Endpunkt. „Tun. Leiden. Lernen. Das ist göttliche Satzung!“ verkündet der Chor ehrfürchtig gegenüber dem Verhängnis das einsetzt, als der König von Argos, Agamemnon, aus Troja heimkehrt. Optimistisch, sogar fortschrittsgläubig klingen diese Worte. Zur blutigen Geburt der Demokratie, die Aischylos seinen Mitbürgern in Erinnerung rief, kehrt unsere Inszenierung 2.467 Jahre später noch einmal zurück und fragt nach dem Sinn von „Tun. Leiden. Lernen.“ im demokratischen Hier und Heute.

© Verein Kölner Kulturbildarchiv (VKKBA) / Foto: Wolfgang Weimer

Die Premiere fand am 23. Oktober 2009 in der Studiobühne Köln statt.

Agamemnon nach Aischylos
eine Koproduktion mit dem Deutsch-Griechischen Theater
mit: Thomas Franke, Heike Hübner, Stefan Kleinert, Lisa Sophie Kusz, Tomasso Tessitori, Anna-Maria Wasserberg, Annika Weitershagen
Konzeption & Regie: Kostas Papakostopoulos
Bearbeitung des Stückes: Kostas Papakostopoulos, Florian Meyer
Bühnenbild & Kostüme: Zezo Dinekov
Musikkomposition: Herbert Mitschke
Dramaturgie: Patrick Neveling

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