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Die Entführung aus dem Serail

Konstanze, eine junge Spanierin, ihre englische Zofe Blonde und deren Freund, der Diener Pedrillo, sind nach einem Seeräuberüberfall von Konstanzes Verlobtem, dem spanischen Edelmann Belmonte, getrennt und auf einen Sklavenmarkt verschleppt worden.

© Verein Kölner Kulturbildarchiv (VKKBA) / Foto: Wolfgang Weimer

© Verein Kölner Kulturbildarchiv (VKKBA) / Foto: Wolfgang Weimer

Glücklicherweise kauft sie Bassa Selim, ein gebürtiger Spanier, einst Christ und jetzt Moslem, und sorgt dafür, dass sie in seinem am Meer gelegenen Palast unter halbwegs erträglichen Bedingungen leben können. Belmonte hat nach Monaten einen Brief seines Dieners Pedrillo erhalten und kennt nun den Aufenthaltsort der Vermissten. Er segelt zu der von Pedrillo bezeichneten Küste, entschlossen, die Entführten zu retten.

© Verein Kölner Kulturbildarchiv (VKKBA) / Foto: Wolfgang Weimer

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Die zugrunde liegende Geschichte fußt auf dem Libretto für die „Operette“ „Belmont und Constanze“ von Christoph Friedrich Bretzner, Componiert v. Johann André sie wurde von Johann Gottlieb Stephanie dem Jüngeren und Mozart stark umgearbeitet und erweitert, nach heutiger Auffassung wohl widerrechtlich. Mozart konnte damit zum ersten Mal weitestgehend seine Vorstellungen von einem Opernlibretto umsetzen.

Die Oper wurde im Auftrag des Kaisers Joseph II. geschrieben, der damit ein Nationalsingspiel als Gegenstück zur italienisch geprägten Hofoper schaffen wollte. Sie war von Anfang an ein großer Erfolg und etablierte den ein Jahr zuvor aus Salzburg zugezogenen Mozart in Wien. Die „Entführung“ gilt als die erste echte deutsche Oper, nachdem frühere Arbeiten fast durchweg Nachahmungen und Übersetzungen fremdsprachiger Produktionen waren.*

Die Premiere von Wolfgang Amadeus Mozarts „Die Entführung aus dem Serail“ gab es einer Inszenierung der Oper Köln am 26. November im Palladium

Die Entführung aus dem Serail
Singspiel in drei Aufzügen mit einem Text von Johann Gottlieb Stephanie d. J. nach einem Libretto von Christoph Friedrich Bretznernach, Uraufführung 16. Juli 1782 in Wien.

mit:
Ihsan Othmann als „Bassa Selim“
Olesya Golovneva als „Konstanze“
Brad Cooper als „Belmonte“
Anna Palimina als „Blonde“
John Heuzenroeder als „Pedrillo“
Wolf Matthias Friedrich als „Osmin“

Chor: Chor der Oper Köln
Orchester: Gürzenich-Orchester

Musikalische Leitung: Konrad Junghänel
Inszenierung: Uwe Eric Laufenberg
Bühne: Matthias Schaller
Kostüme: Antje Sternberg
Lich: Andreas Frank
Chorleitung: Andrew Ollivant
Choreografie: Athol Farmer

(Per Klick auf die in diesem Beitrag angezeigten Fotos gelangen Sie in einen Fotoblog zur Oper Köln und können per Klick auf die jeweilige Ansicht 30 Szenenfotos einsehen.)

Die Textpassagen sind dem Wikipediaeintrag zur Entführung aus dem Serail entnommen. Die Reaktion im Kölner Stadtanzeiger: Starker Mozart im Palladium

2 Reaktionen zu “Die Entführung aus dem Serail”

  1. Rudolf

    Die Bilder sind sehr gelungen! Übrigens, der Name der Konstanze ist Olesya Golovneva, und nicht Esya Golovneva. Freundlichst, Rudolf

  2. Wolfgang

    Danke für den Hinweis. Der Fehler ist korrigiert.