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Elektra

»ELEKTRA« ist ein hochkomplexes Familiendrama: KLYTÄMNESTRA und ihr Geliebter AEGISTH haben AGAMEMNON, König von Mykene, nach seiner Rückkehr aus dem Trojanischen Krieg getötet.

© Verein Kölner Kulturbildarchiv (VKKBA) / Foto: Wolfgang Weimer

ELEKTRA wartet jahrelang darauf, den Tod ihres Vaters rächen zu können.

© Verein Kölner Kulturbildarchiv (VKKBA) / Foto: Wolfgang Weimer

Als der schon tot geglaubte Bruder OREST endlich zurückkehrt, ist ihre Stunde gekommen:

© Verein Kölner Kulturbildarchiv (VKKBA) / Foto: Wolfgang Weimer

Mit ELEKTRAS Hilfe tötet OREST ihre Mutter KLYTÄMNESTRA und AEGISTH. Der Wirklichkeit schon entrückt, bricht ELEKTRA auf dem Höhepunkt ihres Triumphtanzes zusammen …

© Verein Kölner Kulturbildarchiv (VKKBA) / Foto: Wolfgang Weimer

Der »Elektra«-Stoff wurde bereits in der Antike mehrfach dramatisiert, und auch spätere Komponisten und Schriftsteller ließen sich durch die besondere Aura der Figur Elektras gerne inspirieren.

Hugo von Hofmannsthals Schauspiel-Tragödie »ELEKTRA« erlebte 1903 ihre Uraufführung in Berlin. Richard Strauss erkannte darin einen »glänzenden Operntext«, doch schreckte ihn so kurz nach seiner »SALOME« (1905) der »Gedanke, daß beide Stoffe in ihrem psychischen Inhalt viel Ähnlichkeiten hatten«, und er zweifelte, ob er »ein zweites Mal die Steigerungskraft hätte, auch diesen Stoff erschöpfend darzustellen.« Strauss wollte daher Hofmannsthal überreden, einen Stoff aus der Renaissance oder der Französischen Revolution zu bearbeiten. Der Dichter hingegen versuchte, Strauss’ Zweifel zu zerstreuen und legte ihm die Vertonung der »ELEKTRA« weiterhin ans Herz: » … die Farbenmischung scheint mir in beiden Stoffen eine so wesentlich verschiedene zu sein: bei der »SALOME« soviel purpur und violett gleichsam, in einer schwülen Luft, bei der »ELEKTRA« dagegen eine Gemenge aus Nacht und Licht, schwarz und hell. Auch scheint mir die auf Sieg und Reinigung hinauslaufende, aufwärtsstürmende Motivenfolge, die sich auf OREST und seine Tat bezieht – und die ich mir in der Musik ungleich gewaltiger vorstellen kann als in der Dichtung –, in »SALOME« nicht nur nicht ihresgleichen, sondern nichts irgendwie Ähnliches sich gegenüber zu haben … « (Brief vom 27. Mai 1906)

»ELEKTRA« entsprang der ersten Zusammenarbeit von Richard Strauss und Hugo von Hofmannsthal. Fünf weitere Opern sollten folgen. Die Uraufführung fand am 25. Januar 1909 an der Dresdner Hofoper statt, von wo aus sich das Werk schnell sämtliche großen Bühnen der Welt erobern konnte.

Die Premiere von Richard Strauss Oper „Elektra“ in einer Inszenierung der Oper Köln gab es am 17. Oktober im Kölner Opernhaus.

Elektra
Tragödie in einem Aufzug, Text von Hugo von Hofmannsthal, Musik von Richard Strauss

mit: Dalia Schaechter, Catherine Foster, Edith Haller, René Kollo, Samuel Youn, Dennis Wilgenhof, Susanne Niebling, Cordelia Katharina Weil, Martin Koch, Werner Sindemann

Machiko Obata, Hanna Larissa Naujoks, Sandra Janke, Regina Richter, Csilla Csövári, Kathleen Parker, dem Chor der Oper Köln und dem Gürzenich-Orchester
Musikalische Leitung: Markus Stenz
Inszenierung: Gabriele Rech
Bühne: Matthias Schaller
Kostüme: Tobias Hoheisel
Chorleitung: Andrew Ollivant

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