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Seegang ins Ungewisse

19. Juni 2010, posted by Wolfgang at 11:54:16 pm

“Seegang ins Ungewisse” ist ein Theaterprojekt, das die Fluchtbewegung vom afrikanischen Kontinent übers Wasser nach Europa fokussiert. Verknüpft wird die Thematik mit Bezügen zu Flüchtlingen aus verschiedenen Zeiten. Beispielsweise am Anfang – der Prolog: Die Strasse der Toten & Vertriebenen, auf der die
ZuschauerInnen bekannten und namenlosen Flüchtlingen der Menschheitsgeschichte begegnen.

© Verein Kölner Kulturbildarchiv (VKKBA) / Foto: Wolfgang Weimer

© Verein Kölner Kulturbildarchiv (VKKBA) / Foto: Wolfgang Weimer

Darüber hinaus wird mit Versatzstücken aus Textfragmenten verschiedener Epochen gearbeitet, z.B. mit Europa, der Gestalt der griechischen Mythologie oder Medea von Anouilh. Flucht im Kontext von Zeit und politischem Wandel.

In einer interaktiven Performance, in der das Publikum sich zusammen mit den SpielerInnen auf die Reise begibt, entsteht am Kalscheurer Weiher ein Begegnungsraum, in dem die Grenzen Europas im doppelten Sinne ins Wanken geraten, ebenso wie das Verhältnis zwischen Gesetz, (Menschen-)Rechten und Gerechtigkeit.

“Seegang ins Ungewisse” spielt auf, am und im Kalscheurer Weiher:

© Verein Kölner Kulturbildarchiv (VKKBA) / Foto: Wolfgang Weimer

Hier hat niemand mehr sicheren Boden unter den Füßen – weder auf räumlicher noch auf inhaltlicher Ebene. Der Wasserraum als theatraler Wahrnehmungs-, Vorstellungs- und Handlungsraum erfordert einen gänzlich anderen Umgang damit als ein Bühnenraum: Boote, die bespielt werden, eine untergehende Insel, Szenen über die Ufer hinweg …

© Verein Kölner Kulturbildarchiv (VKKBA) / Foto: Wolfgang Weimer

… das Spiel am, im und auf dem Wasser sowie in der Interaktion mit dem Publikum …

© Verein Kölner Kulturbildarchiv (VKKBA) / Foto: Wolfgang Weimer

… fordert die SpielerInnen zu hoher physischer und psychischer Präsenz. Wechselnde Wetterverhältnisse während der Proben und insgesamt 6 Aufführungstermine verstärken dies noch. Flucht als unsichere Bewegung und voller Unwägbarkeiten wird von SpielerInnen wie Publikum mit allen Sinnen erfahren.

Zeitgleich zur Theaterperformance ist der Park bevölkert von AusflüglerInnen, die sich – angelockt durch das Theatergeschehen – unter die speziell zur Aufführung gekommenen Menschen mischen: “Touristen” und “Flüchtlinge” treffen aufeinander. Dadurch wird das Wasser zum Begegnungsort, zu einem Medium der Grenzüberschreitung und schließlich zu einem Ort der Hybridität.

© Verein Kölner Kulturbildarchiv (VKKBA) / Foto: Wolfgang Weimer

Der Kalscheurer Weiher als Spielort spricht zudem auch ein Publikum an, das sonst weder durch Theater noch durch Aktivitäten von Flüchtlingsorganisationen erreicht wird.

Am Projekt nehmen junge Erwachsene aus ganz Köln teil, die seit September 2009 1x wöchentlich im Kölner Flüchtlingszentrum in Nippes sowie direkt vor Ort am Kalscheurer Weiher probten; bis auf wenige Ausnahmen sind sie zwischen 16 und 30 Jahre alt. Sie gehen zur Schule, studieren, machen Zivildienst, arbeiten oder nehmen an Bildungsmaßnahmen teil. Einige haben konkrete biografische Bezüge zum Thema.

Die Premiere gab es am 19. Juni 2010, am Kalscheurer Weiher. Weitere Spieltermine: 20. + 30. Juni, 4., 8 + 9. Juli jeweils 19:00 Uhr.

Seegang ins Ungewisse – eine theatrale Reise
Ein einjähriges Theaterprojekt von in:takt e.V. in Kooperation mit: PRO ASYL, Kölner Flüchtlingsrat, amnesty international, kein mensch ist illegal und Freihandelszone – ensemblenetzwerk köln

Konzept & Regie: Charlott Dahmen und Karin Frommhagen
Dramaturgie/Text: Rosi Ulrich (theater-51grad.com)
Assistenz: Tania Bezzenberger

mit: Adrian Kohlert, Aleksej Urev, Christoph Bechel, Claus Reichel, Daniel Heyen, Dennis Mallo, Dragan Sakotic, Fatima Ahmed, Güler Kilagöz, Hanna Kunas, Hiwa Nouri, Janis Post, Katrin Platzner, Lilia Arustamova, Mary Njoki Sarwse, Meike Mayer, Nina Drolsbach, Ricky van Wickern, Roland Werning, Sabine Schnitzler, Sabine Tobie und Selam Keleta

Kostüme: Karla Leisen, Regine Heider und Lilia Arustamova
Bühnenbild: Silke Lilienthal
Projekttitel und Hörspiel: Ralph Lennartz
Licht: Karla Leisen
Installationen: Ruth Spätling

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Trio LICHTBLICK

17. Juni 2010, posted by Wolfgang at 2:59:16 pm

Trio LICHTBLICK

Die Anfänge der Formation gehen auf das Jahr 2003 zurück, als Markus Stockhausen

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… zusammen mit dem feinsinnigen Pianisten Angelo Comisso …

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… in Italien erste Duokonzerte gab. Das deutsch Debüt folgte im Jahr darauf beim Münchener Klaviersommer und bot beispielsweise in Fürstenfeldbruck “Soundcollagen von faszinierender Schönheit” (SZ).

Mit Christian Thomé …

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… einem äußerst einfühlsamen und virtuosen Perkussionisten, zum Trio erweitert, folgte kurz darauf eine Konzertreise durch Italien. Dabei ergab sich in Triest die Möglichkeit für Studioaufnahmen. Das Ergebnis liegt als CD “Lichtblick – prima, altrove …” vor, die im Jahr 2005 beim Kölner Label Aktivraum erschienen ist.

Das Trio Stockhausen-Comisso-Thomé spielt seit dem Jahre 2004 zusammen. Die Musik des Trios ist deutlich geprägt durch die Wurzeln der europäischen Kunstmusik. In den Kompositionen von Stockhausen und Comisso bildet sich eine harmonische Synthese mit der Kunst der Improvisation, so dass eine Leichtigkeit, etwas Spielerisches, auch Humorvolles entsteht. Alle drei Musiker sind Virtuosen ihrer Instrumente und haben eine vielfältige Spielerfahrung. Die Musik des Trios hat eine Nähe zum Jazz, vermag aber ebenso gut ein eher klassiches oder zeitgenössisches Publikum zu begeistern.

Trio LICHTBLICK spielte am 17. Juni 2010 im Freiraum.

Trio LICHTBLICK
mit Markus Stockhausen
Angelo Comisso (Piano)
Christian Thomé (Drums)

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Max

29. Mai 2010, posted by Wolfgang at 11:53:30 pm

Eine Frau putzt in einer Schule, als Max, ein seltsam angekleidetes Wesen, in den Raum tritt. Beide erschrecken. Sie glaubt an einen Kinderscherz, wie es vielleicht üblich an der Schule ist. Doch mit Taucherbrille, Schnorchel statt Nase, Flossen und Kiemenatmung ist Max tatsächlich anders als die anderen. Er aber will unbedingt zur Schule.

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Gegenseitige Missverständnisse, Witze hinter seinem Rücken und Schadenfreude sind nicht zu vermeiden. Aber Max gibt sich Mühe. Mit riesigem Kraftaufwand versucht er, so zu werden wie alle Kinder.

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Das Stück Max von Beat Fäh für Kinder ab 6 Jahren erzählt ohne Sentimentalität von Fremdheit und Anpassung, Identität und Selbstentfremdung. Es erzählt vom Erwachsen werden und von den Schmerzen und Freuden eines Sozialisationsprozesses.

Die Premiere fand am 29. Mai 2010 im CasamaxTheater statt

Max
Autor: Beat Fäh
Regie: Daniel Zambra
Spiel: Myriam Chebabi, Eva Kristina Korte
Bühnenbild: Heinz Ahrweiler
Licht und Technik: Daniel Zambra
Kostüme: Lina Zambra

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Gott ist Schönheit

29. Mai 2010, posted by Wolfgang at 7:57:23 pm

Der Kampf eines Künstlers mit sich und der Welt, dargestellt in zehn Gemälden.

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Im Norden Finnlands und in Paris sucht der Maler Vilho Lampi nach dem Reich der Schönheit. Wohin er auch geht, er bleibt ein Außenseiter. Nirgendwo in der Welt gibt es einen Platz für seinen kompromisslosen Anspruch. Ein Stück über den Versuch, die Unendlichkeit zu finden.

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Vilho Lampi gab es wirklich, er ist ein bedeutender, hierzulande fast unbekannter finnischer Maler (1898-1936). Das Stück des Regisseurs und Theaterautors Kristian Smeds basiert auf einer Romanbiographie von Paavo Rintala.

Gott ist Schönheit gab es am 28. Mai 2010 im Rahmen des Festivals “Theaterszene Europa 2010″ in der Studiobühne Köln.

Gott ist Schönheit
Theater Osnabrück (Osnabrück)
von Kristian Smeds übersetzt aus dem Finnischen von Eeva Bergroth und Martina Marti
mit: Alexander Jaschik, Laurenz Leky und Merit Kalthöver
Regie: Jan-Christoph Gockel, Bühne: Anabel Fröhlich
Kostüme: Dominique Muszynski, Dramaturgie: Jürgen Popig

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The best of YouTube

28. Mai 2010, posted by Wolfgang at 7:18:35 pm

Seit YouTube 2005 online ging, ist die Seite zu einem schlicht nicht mehr wegzudenkenden Teil der heutigen Internetkultur geworden. Die Möglichkeit, Videos mit Millionen von Internetnutzern zu teilen, hat der Idee, dass jeder fünfzehn Minuten Berühmtheit erlangen kann, neue Dimensionen eröffnet. Kunst zu schaffen, ist nicht mehr an Können gebunden, sondern wird Allgemeingut, Erfahrung nicht mehr privat, sondern demokratisiert. Mehr noch hat YouTube unsere Ethik des Sehens so weit verändert, dass alles wert ist, gefilmt und im Internet veröffentlicht zu werden. Im täglich wachsenden YouTube-Dschungel erhält jedes Video, sei es ein home video, eine Werbung oder ein politisches Statement, den gleichen Stellenwert.

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Einerseits will das Gnab Collective mit dieser Produktion YouTube als verbindendes Element nutzen, um im Kontext des Theater eine ähnliche Community zu schaffen. Andererseits sollen die Zuschauer durch die konkrete Konfrontation von tatsächlich anwesenden Schauspielern auf die Bedeutung dieses Phänomens und seinen Einfluss auf unser Zusammensein aufmerksam gemacht werden. Wie sehr wird unsere Sicht der Welt von der zweidimensionalen Ästhetik der Linse diktiert und wie sehr modellieren wir unser Leben nach der ”Realität”, die wir aus bewegten Bildern kennen? Was steckt hinter dem ästhetischen Konsumismus unserer Zeit?

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Jeder Zuschauer wird aufgefordert, die Performance mit seiner Handykamera aufzunehmen und die Videos auf YouTube hochzuladen. Mit der technischen Reproduzierbarkeit des Kunstwerkes, aber auch des Lebens, werden potentiell alle zu Machern, Künstlern. Jeder kann gefilmt werden, jeder kann aber auch filmen. Die Zuschauer zu den Machern werden zu lassen, bedeutet eine Umkehrung. Das, was auf der Bühne geschieht, ist „reale Handlung“– das, was die Zuschauer erzeugen, ist das Kunstwerk.

The best of YouTube gab es am 28. Mai 2010 im Rahmen des Festivals “Theaterszene Europa 2010″ in der Studiobühne Köln.

The best of YouTube
Gnab Collective (Helsinki)
mit: Cécile Orblin, Antti Mäkelä, Marion Maisano, Eeva Bergroth, Martina Marti sowie in Köln gastierenden Theaterkünstlern
Script: Gnab Collective und anonyme YouTube Nutzer

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Figure 8 Race

28. Mai 2010, posted by Wolfgang at 2:48:14 pm

In Amerika gibt es Autorennen in 8-förmigen Rennstrecken. In der Mittelkreuzung dieser Rennen gibt es hin und wieder einen Crash. Clärenore Stinnes unternahm die erste Reise mit einem Auto um die Welt. Sie braucht dafür mehr als zwei Jahre, von 1927 – 1929. Einen großen Teil der Fahrt stand sie dabei still, weil ihr Auto Pannen hatte.

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Im Kampfsport, im Tanz, im Fahnenschwingen – immer wieder wird die Figur 8 als ein Bewegungsmuster genutzt, das ungebremsten Energiefluss erlaubt. „Figure 8 Race“ handelt von Bewegung und Halten sowie auch von dem Fruchtbaren in der Panne und in der ungewollten Unterbrechung. Bewegung klingt – ob als Motor, Reifenabrieb oder beim Fahnenschwingen.

© Verein Kölner Kulturbildarchiv (VKKBA) / Foto: Wolfgang Weimer

Die erste Version der Produktion wurde mit dem Bremer Autorenpreis 2004 ausgezeichnet und unterstützt von dem Jungen Theater Bremen, dem Kunstraum Syltquelle und dem Fonds Darstellende Künste. Der Remix wurde ermöglicht aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds. In Koproduktion mit den Sophiensaelen und Tanz im August.

Figure 8 Race gab es am 28. Mai 2010 im Rahmen des Festivals “Theaterszene Europa 2010″ in der Studiobühne Köln.

Figure 8 Race
Maren Strack und post theater (New York / Berlin / Tokyo)
Performance und Choreographie : Maren Strack
Konzept: Max Schumacher, Maren Strack, Hiroko Tanahashi
Video / Installation: Hiroko Tanahashi
Dramaturgie / Regie: Max Schumacher
Vertonung : Max Bauer

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Tunguska. Molchanje. (outdoor)

27. Mai 2010, posted by Wolfgang at 1:51:33 pm

Für „Tunguska. Molchanje.“ haben die Mitwirkenden drei Wochen lang in Sibirien recherchiert, eine Woche davon unter extremen Bedingungen in mückenverseuchten Sümpfen. An der Seite einheimischer Trapper haben sie sich auf die Suche nach den letzten Spuren einer Detonation gemacht, die unter dem Namen „Tunguska Event“ bekannt wurde: 1909 erschütterte eine Explosion mit der 1100-fachen Sprengkraft der Hiroshimabombe die Taiga, die Auswirkungen waren noch in Paris und London messbar. Doch die Ursache für das Ereignis liegt bis heute im Dunkeln. Eine Meteoriteneinschlag? Ein Ufo-Absturz? Eine Erdgasblase?

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Die Inszenierung verzichtet auf schlichte Erklärungen und hält sich an Wittgensteins Diktum: „Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen.“ Buchstäblich. Denn geredet wird im Stück kaum. (molchanje = Schweigen, russ.) Eine Gruppe schräger Gestalten macht sich auf die wortlose, sprachlose Suche nach einem Mysterium, das ihre eigene Existenz übersteigt und zur Chiffre wird für eine diffuse Sehnsucht. Nach Erkenntnis, nach Begegnung, nach Sinn.

Nach Wasauchimmer.

© Verein Kölner Kulturbildarchiv (VKKBA) / Foto: Wolfgang Weimer

Neben den dokumentarischen Filmsequenzen, die das Ensemble von der Reise mitgebracht hat, sind es vor allem skurrile Erlebnisse und verwirrende Zusammentreffen – mit Viktor dem Betrunkenen, dem halbwüchsigen Tunguska-Experten “Professor Slawa” u.a. -, die den Abend prägen.

Tunguska. Molchanje. gab es am 27. Mai 2010 im Rahmen des Festivals “Theaterszene Europa 2010″ in der Studiobühne Köln in einer Outdoor-Aufführung.

Tunguska. Molchanje.
Freuynde & Gaesdte (Münster) in Koproduktion mit der Studiobühne Köln
mit: Frank Dukowski, Rima Herab, Marcell Kaiser, Zeha Schröder, Anke Winterhoff
Konzept und Regie: Zeha Schröder
Filmgestaltung: Jan-Christoph Tonigs
Produktionsleitung: Annalena Brix, Ton: Sascha Kramski

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Früchte im Koma

27. Mai 2010, posted by Wolfgang at 1:09:15 pm

”Früchte im Koma“ zieht im August 2008 ins Theater. Es entsteht ein Stück für 3 Tänzerinnen, 3 Tiere und Obst und Gemüse. Wir bauen das Zuschauerpodest ab und verteilen es im Raum. Die Theaterbestuhlung kommt raus, Sofas, Sessel, Tische, Lampen stattdessen, doppelte Böden, übergroße Kuscheltiere.

In dem unbewohnten bewohnten fantastischen Raum suchen sich die Zuschauer ihre Sitzplätze zwischen Laub und nah bei uns. Die Wand als Requisit, als Ort und als Bild. Stofftiere als 3 weitere Darsteller.

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Kommunikationsresignationsersatz. Kein Versuch der Kommunikation. Nirgendwo. Bewohnbare Einsamkeit.

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Die Zeit ist weitergelaufen, man selbst nicht mit. Wir nisten uns ein. Routine – Spiele – tote Tiere füttern. Fallobst. Zertreten. Betreten. Vergessen zu essen. Bei mir bist du schön. Bei mir ist die schön. Einsamkeit ist ein verwüsteter, unverwüstlicher Ort. Ein Stück für 3 Frauen, 3 Tiere und eine Wand.

Früchte im Koma gab es am 27. Mai 2010 im Rahmen des Festivals “Theaterszene Europa 2010″ in der Studiobühne Köln.

Früchte im Koma
Nightmare Before Valentine (Berlin)
Von und mit: Andriana Seecker, Birgitt Bodingbauer, Christin Maaß, Uta Rössler (Konzept, Choreographie, Dramaturgie, Bühne, Tanz)

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Conte D’Amour

26. Mai 2010, posted by Wolfgang at 8:55:15 pm

“Ein Keller ist ein absolut privater Raum: ein Ort der größten Intimität, abgeschlossen von der Umwelt, verborgen, uneinsichtig, reine Innerlichkeit.” Pater Noster Fritzl – Der Fall der Familie / Rainer Just

Nach dem Erfolg von “Best of Dallas” (2007) haben sich die skandinavischen Theatertruppen Nya Rampen (Finnland) und Institutet (Schweden) erneut zusammengetan, um das Phänomen romantischer Liebe zu untersuchen.

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Hierbei wird ein filigraner Bogen geschlagen zwischen einer von Beziehungskonflikten, Sex und Familienangelegenheiten geprägten Realität und der revolutionären, grenzüberschreitenden Natur streng limitierter Subjektivität. Inspiriert von dem Fall des österreichischen Joseph Fritzl und seinem verliesartigen Keller wird auf dem Prinzip Freud’scher “Unheimlichkeit” das scheinbar unvermeidliche obzöne Verlangen nach Kontrolle als Leitmotiv entwickelt.

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Conte D’Amour gab es am 26. Mai 2010 im Rahmen des Festivals “Theaterszene Europa 2010″ in der Studiobühne Köln.

Conte D’Amour
Nya Rampen (Helsinki) & Institutet (Schweden)
mit: Rasmus Slätis, Elmer Bäck, Jakob Öhrman, Anders Carlsson
Text: Anders Carlsson
Regie und Bühnenbild: Markus Öhrn
Kostümbild: Pia Aleborg, Vertonung: Andreas Catjar
Licht: Daniel Goody, Produzent: Alexandra Hill
Techniker: Volker M. Schmidt, Marc Märzhäuser, Daniel Goody

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Belief

25. Mai 2010, posted by Wolfgang at 8:42:25 pm

“Belief”: Ein Zuschauer verabredet sich mit einem Guide. Zu einer persönlichen Begegnung irgendwo in Köln … Sie lassen sich gemeinsam zum Beobachten in der Stadt ein und erkennen sie als Summe unzähliger Rituale wieder.

© Verein Kölner Kulturbildarchiv (VKKBA) / Foto: Wolfgang Weimer

Diese Rituale wären nichts ohne uns – wir führen sie aus, häufig sogar ohne uns ihres Daseins bewusst zu sein. Die Stadt hat ihr System, dessen Strukturen wir folgsam gehorchen, sie sind in uns verwurzelt. Aber warum gehorchen wir diesen Strukturen? Was verfolgen wir, wem gegenüber sind wir gehorsam? Warum schämen wir uns für unser „unanständiges Verhalten“, wenn wir dieses unsichtbare System durchbrechen? Und wer sind wir, die Städter, inmitten dieses unendlichen Labyrinths?

© Verein Kölner Kulturbildarchiv (VKKBA) / Foto: Wolfgang Weimer

“Belief” öffnet einen neuen Blickwinkel auf Fragen des Glaubens, von seiner Geschichte und von den Menschen selbst, und eben nicht aus der Sicht einer Institution. Der Zugriff organisierter Religionen auf die Menschen wird schwächer, aber sind wir tatsächlich auf dem Weg zu einem wissenschaftlichen Weltbild fern von Religion? Oder ist Glaube immer noch ein zentraler Teil unseres Lebens, und nur sein Gegenstand in Richtung neuer Altäre gewandt?

Belief gab es am 25., 26., 27. Mai 2010 im Rahmen des Festivals “Theaterszene Europa 2010″ in der Studiobühne Köln.

Belief
Reality Research Center (Helsinki)
Arbeitsgruppe: Pekko Koskinen, Tuomas Laitinen, Risto Santavuori, Juha Sääski
Theologische Unterstützung: Ilkka Sariola

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