Die Köln-Düsseldorfer Performance- und Theatergruppe ANALOG widmet sich 2012 der Reizfigur Leni Riefenstahl. Regisseur Daniel Schüssler erarbeitete mit der Autorin Judith Leiß und dem Ensemble eine Textfassung, die sich an der Projektionsfläche Leni Riefenstahl abarbeitet.
© Verein Kölner Kulturbildarchiv (VKKBA) / Foto: Wolfgang Weimer
Leni Riefenstahl. Tänzerin, Schauspielerin, Filmemacherin, Fotografin und Sporttaucherin. Fünf Leben. Fünf Versuche, der Figur Leni Riefenstahl auf die Spur zu kommen. In einem performativen Spiel untersucht die Köln-Düsseldorfer Performance- und Theatergruppe ANALOG das Leben dieser künstlerischen und politischen Reizfigur und stellt die Frage nach dem JETZT.
© Verein Kölner Kulturbildarchiv (VKKBA) / Foto: Wolfgang Weimer
Eine gepflegte kleine Schulddebatte vor dem Kamin, das hat noch keiner Gesellschaft geschadet!
„Das Dritte Reich, lalalala -
nervt mich langsam, düdeldüm, kolossal, dideldum -
Ich breche, timtadim, gleich dezent mahahal – aus dem Fenster, klingeling.
Mutter oder Gott, tatatat ta – ihr könnt, jajaja,
auch nichts tun. – Teidumdeidumdei Juchei!“
(Leni Riefenstahl)
So entsteht ein performativer Abend, der die Kunstformen Schauspiel, Oper, Tanz, Film und bildende Kunst miteinander verbindet und aufeinander loslässt. Unter der Regie von Regisseur und Performer Daniel Schüssler zeigt das Ensemble mit “Leni Riefenstahl – Die Kölner Prozesse“ ein Stück deutscher Geschichte, das bisweilen verzerrt ist, stellt die Frage nach Schuld und Erlösung sowie dem unermüdlichen Kampf des Individuums in dem festen Glauben, dass eine bessere Welt möglich sei.
Die Premiere gab es am 6. Januar in der Studiobühne Köln.
Leni Riefenstahl – Die Kölner Prozesse
eine Koproduktion mit Daniel Schüssler und ANALOG
mit: Dorothea Förtsch, Mirco Monshausen, Ingmar Skrinjar, Rabea Wyrwich und dem ANALOG-VOLLPLAYBACK-OPERNCHOR (Günter August, Daniel Austerfield, Lea Fiestelmann, Giovanna Gilges, Matthias Jambreusic, Dirk Kluwig, Christof Meiß, Sabrina Pilarczyk, Bernd Sondergeld, Heidulf Sudmöller, Katja Vaders, Andreas van der Wingen und Julia Wittschier)
Regie / Konzept / Bühne / Text / Video:
Daniel Schüssler
Text: Judith Leiß
Produktionsleitung: Giovanna Gilges
Dramaturgie: Tomasso Tessitori
Video: Holger Hahn
Kostüm: Melek Alabogaz
Bühne: Martin Haag
Licht: Ennelin Reich
Assistenz: Sabrina Pilarczyk
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